Ein Tag im Harz

Lange darüber nachgedacht und nun endlich umgesetzt, den Winter im Harz fotografieren.

Nach einer Woche warten auf besseres Wetter war es dann endlich soweit, am 07.02.2014 um 5.00Uhr begann die Tour in den Harz. Nach 2 1/2 Stunden Fahrt sah ich den Brocken vor mir aber so gut wie kein Schnee weit und breit. Der Gedanke "Hoffentlich war der weite Weg nicht umsonst" schwebte mir im Kopf rum... Nun ging es die Straße steil den Berg rauf und ich sah wie der Schnee langsam immer Mehr wurde.  Als ich auf 600m Höhe ankam, kam die Erleichterung, ein Winter Wunderland wie ich es noch nie gesehen habe! Die Bäume voller Schnee, Äste hingen von der Schneelast weit herunter und alles glänzte. Das Navi zeigte noch 7 Minuten bis zum Ziel und die Sonne ging schon langsam auf. Die Baumspitzen leuchteten orange-rot im ersten Licht der Sonne und ich wusste jetzt wird es eng.  Zum Glück schaffte ich es rechtzeitig zu meinem geplanten Platz und wurde mit einer Atem beraubenden Aussicht belohnt. Schnell hieß es einen guten Blickwinkel finden.Was ich dabei aber  vergaß war  dass der Schnee hier tiefer ist als Zuhause und  schon war ich nach ein paar Schritten bis zum Oberschenkel im Schnee versunken.  Schnell vom Schnee befreit baute ich das Stativ und die Kamera auf, bereitete alles vor und los ging es. Nachdem die ersten Bilder im Kasten waren gönnte ich mir einen Augenblick ruhe um den Ausblick zu genießen. Nach ein paar weiteren Bildern ging es dann wieder zurück zum Auto.

 

Nun ging es an ein Bächlein den ich schon früher einmal besucht habe. Auf dem nahe gelegenen  Parkplatz angekommen hieß es erst mal warm anziehen. Nun ging die Wanderung los, der Weg am Bach entlang war ganze 30cm breit, zumindest der teil auf dem man Laufen konnte und trat man daneben versank man sofort mind. 30cm in Schnee. Am ersten Spot angekommen wurden meine Hoffnungen erfüllt, das Motiv wie ich es im Kopf hatte war da. Schnell alles aufgebaut und los ging es. Als ich weiter ging zum größeren der 2 Wasserfälle sah ich au dem weg etwas, was ich von weiten für eine Kiwi hielt.  Als ich näher heran kam schaute mich plötzlich die "Kiwi" an, es war eine Spitzmaus die sich zusammen gekauert hatte, kurz konnte ich sie mir genauer anschauen bis sie im Schnee verschwand. Ein wirklich schönes und vor allen niedliches Tier. Als ich bei dem größeren Wasserfall ankam war der blick eher ernüchternd aber damit hatte ich gerechnet. Die Sonne kam nicht soweit das sie den Wasserfall anleuchten würde und bei - 5°C warten bis die Sonnen es evtl schafft war mir dann doch zu lang. Also holte ich meine Kamera raus und machte das beste draus. Auf dem Rückweg zum Auto wollte ich noch weitere Bachlauf Bilder machen doch leider war dies kaum möglich da der Schnee bis zu 70cm hoch war und es oft steil runter ging. Denn noch sind mir ein paar Bilder gelungen.

Nachdem ich am Auto ankam, alles wieder sicher verstaute und ich mir den Schnee Abgeschüttelt hatte ging es los Richtung Odertalsperre. Doch ich kam nicht weit, 200m vom Parkplatz entfernt begann wollte ich auf die Hauptstraße, welche komplett im Sau versank. Ich brauchte für 500m knapp 20min und war froh als ich wieder aus dem Ort raus war, alle 3 Hauptstraßen waren kilometerweit zu weil alle Ski fahren wollten. Entlang des Sees der Odertlsperre kamen immer wieder schöne Motive auf aber keine Möglichkeit irgendwo zu halten. Erst als ich an der Talsperre ankam konnte ich diesen tollen Ausblick fotografieren. Strahlend blauer Himmel machte es zum Genuss sich dort länger aufzuhalten, was auch andere Autofahrer so sahen. Während meiner Aufnahmen konnte man zusehen wie schnell sich der blaue Himmel düster Grau mit Wolken zuzieht. Ich sah das als nicht schlimm an, es gab mir die Möglichkeit endlich was in ruhe Essen zu gehen, schließlich war es schon 13Uhr und die letzte Mahlzeit war vor 8 Stunden.  Nach einer kurzen Stärkung und der Sichtung der Bilder ging es dann aber auch schon weiter. Eine kleine Tour durch die Region war gedacht. Nach einigen Kilometern und ein paar Bildern mehr begann der Rückweg nach Hause.

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© Dennis Schulz